/ September 28, 2018/ Beratung, Eigenverbrauch, Energiebeschaffung, Erneuerbare Energien, Oekostrom, Politik, Privatkunden, Unternehmenskunde, Werbung

Fairpower ist Fairtrade-Strom für Umweltbewusste. Die Marke soll Stadt- und Gemeindewerken helfen, mehr erneuerbaren Strom an die Konsumenten zu bringen. Hierfür bietet das Unternehmen ein interessantes Lizenzmodell an.

Vergleich mit Bio-Lebensmitteln

Die Ähnlichkeit zur nationalen und regionalen Vermarktung von Bio-Produkten ist gegeben. „Es gibt ein Potenzial für Stromprodukte aus der Region.“ ist Marco Rüegg, Gründer von Fairpower überzeugt. Den Grundauftrag der lokalen Versorger sieht er aber darin, die lokale erneuerbare Produktion zu unterstützen und den Stromkunden einen guten Grundmix anzubieten. Dass jeder Stromversorger eine eigene Produktlinie aufbaut und betreut, um nur wenige Kunden damit zu bedienen, sei weder wirtschaftlich noch kommunikativ sinnvoll.

Erstes nationales Stromprodukt

Die Marke „Fairpower“ wurde 2013 registriert mit den Zweck, die Kommunikation von erneuerbaren Energien schweizweit zu vereinfachen. Der Name Fairpower ist in allen Sprachregionen der Schweiz anwendbar und lehnt sich an die Philosophie von Fairtrade an. „Auch bei Fairtrade-Produkten sehen Sie den Unterschied zu konventionellen Produkten nicht. So ist es auch bei Naturstrom aus der Steckdose.“ so Marco Rüegg. Wichtig sei aber, dass die Produktions- und Handelskette „fair“ sei. Fairpower AG bedient heute mehrere hundert Privathaushalte und Unternehmen mit dem Naturstrom.


Fairtrade Strom für Umweltbewusste. Vergleich von Naturstrom und fair produzierter Kleidung.

Mehr Reichweite erzielen

Das Hauptproblem im Vertrieb von Fairpower sei das Fehlen von bestehenden Stromkunden in der Grundversorgung. Durch die Partnerschaft mit Elektrizitätswerken soll der Zugang zu Endkunden verbessert und der Absatz massiv erhöht werden. Ohne eine massgebliche Steigerung der Kundenzahl stehe die Weiterführung der Marke auf der Kippe, so Rüegg.

Einsparungen bei Elektrizitätswerken

Durch die zentrale Abwicklung und die schweizweit einheitliche Ansprache von Stromkonsumenten mit „Fairtrade Strom für Umweltbewusste“ können die Kosten bei den lokalen Gemeinde- und Stadtwerken erheblich gesenkt werden. Das Produktmanagement, der Vertrieb und die Abwicklung werden komplett ausgelagert und zentralisiert. Jeder Lizenznehmer partizipiert zudem am Erfolg der Marke Fairpower durch Gewinnbeteiligung. „Je mehr Fairpower verkauft wird, desto mehr Naturstrom kann hergestellt werden. Dadurch beschleunigt sich die Energiewende.“ erläutert Rüegg den Grundgedanken.

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